ASC Neuenheim – Saison 1998/99 Landesliga Rhein-Neckar

ASC Neuenheim – Saison 1998/99 Landesliga Rhein-Neckar

Posted On: März 26, 2010
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soccerpic ASC Neuenheim   Saison 1998/99 Landesliga Rhein NeckarZ.K. – Einsätze 29 und Tore 2

1.Pokalspiel, 2.8.1998 BFV-Pokal, ASC Neuenheim – FC Berwangen 2:3 (0:2)
0:1, 0:2, 1:2 Konstantin Zafiriadis, 1:3, 2:3 Sandro Carovani

Daß das Landesliga-Terrain keine Liegewiese ist, bekam der Aufsteiger gegen den neuen Klassen-Kameraden aus Berwangen in diesem kampfbetonten Pokalspiel deutlich zu spüren. Aggressiv, schnell und ballsicher drückten die Gäste der Partie ihren Stempel auf. Schon in der 7. Minute mußte ASC-Keeper Uwe Rahlf, einer von vier Neuzugängen in der Anfangsformation, in höchster Not klären. Die erste Torchance für Neuenheim hatte Sandro Carovani, als er in der 26. Minute mit einem Kopfballaufsetzer nur knapp scheiterte. Gerade in der Phase, als der ASC im Spielaufbau konstruktiver agierte, ging Berwangen durch Murat Lokurtu mit einem Billardschuß aus spitzem Winkel in Führung (32.). Kurz vor der Pause war der Mann mit der Nummer 10 wieder einen Tick schneller als die ASC-Abwehr und spitzelte den Ball zum 0:2 über die Linie. Doch wem das Wasser bis zum Hals steht, der darf den Kopf nicht hängen lassen. Diese Maxime beherzigte das Zimmer-Team nun immer mehr. Nach einem Foul am neuen ASC-Angreifer Dennis Kovacic verwandelte Konstantin Zafiriadis den fälligen Strafstoß sicher zum 1:2 (77.). Doch wieder stellte der clevere Gast nach einem Lehrbuch-Konter durch Claudio Cakagno den alten Abstand her (86.). Im turbulenten Finish tankte sich Powerman Thomas Vobis, der beste Neuenheimer, auf der linken Seite kraftvoll bis zur Grundlinie durch. Seine tolle Hereingabe verwertete Carovani zum leistungsgerechten 2:3-Endstand (89.).

1.Freundschaftsspiel, 25.7.1998, ASC Neuenheim – SG Kirchheim 1:7
0:1 Didi Feucht, 0:2 Didi Feucht, 0:3 Hector Cuevas, 0:4 Didi Feucht, 0:5 Stefan Sterath, 0:6 Didi Feucht, 0:7 Heiko Throm, 1:7 Konstantin Zafiriadis

Kurzen Prozeß machte der Oberligst mit dem Landesligaaufsteiger. Didi Feucht ballerte aus allen Rohren, erzielte vier Tore. Den Rest besorgten Cuevas, Sterath und Heiko Throm. Das Gegentor für die Intelligenzbolzer schoß Zafiriadis.

6.Freundschaftsspiel, 19.8.1998 , ASC Neuenheim – SV Waldhof A-Jugend 3:2 (1:1)
1:0 18.Min Ralf Brandner, 1:1 25.Min Selim Teber, 2:1 80.Min Ralf Brandner, 3:1 86.Min Holger Wittmann, 3:2 90.Min Sascha Keil

Dickgießers Zauberlehrlinge trumpften auf
Am liebsten hätte der ASC-Vorstand das junge Waldhof-Kollektiv nach dem Spiel in der Kabine eingeschlossen und dem Verein einverleibt. Klasse jedenfalls die fußballerische Techno-Party, die Roland Dickgießers Zauberlehrlinge beim Landesliga-Aufsteiger abzogen! Vom Anpfiff des hervorragenden Schiedsrichters Holger Prior weg stürzten die Waldhof-Sputniks den von soviel Aggressivität, Disziplin und Spielwitz sichtlich überraschten ASC immer wieder in Verlegenheit. Nur dank couragierter Rettungstaten von ASC-Torwart Arne Rietzel, der nach seinem verletzungsbedingten Ausscheiden (35.) von Co-Trainer Dr. Peter Möller gut vertreten wurde, blieb der gerechte Kombilohn für das innovative Spiel des Jugend-Regionalligisten zunächst aus. So ging Neuenheim in der 18. Minute in Führung, als Ralf Brandner nach einem Eckball von Christoph Verhalen einloggen konnte. Bereits sieben Minuten später gelang Selim Teber der hochverdiente Ausgleich. Zafiriadis verschärfte das Spiel mit einigen Scharfgeschossenen “Ouzo” Weitschüssen. Während die fabelhaften Waldhof-Boys weiterhin mit ihren Chancen so großzügig umgingen wie Bill Clinton mit der Wahrheit, warf der ASC seine Cleverneß in die Waagschale. Erneut Brandner schoß Neuenheim nach einem Blitzantritt in Front (80.) und der raffinierte Holger Wittmann überlistete den weit vor seiner Beziehungskiste stehenden SVW-Keeper aus etwa 35 Metern zum 3:1 (86.). Waldhofs Krönung folgte auf dem Fuß von Sascha Keil, der das Runde irgendwie genialisch ins Eckige hexte (90.).

21.Februar 1999 , TSV Viernheim – ASC Neuenheim 3:1 (2:1)

Programmgemäß verlief für den Tabellenführer TSV Viernheim der Rückrundenauftakt. Mit 3:1 wurde hochverdient gegen Schlußlicht ASC Neuenheim gewonnen. Allerdings tat sich der TSV in diesem Spiel unnötig schwer. Die Mannschaft beherrschte das Geschehen über die volle Spielzeit, da sich die Neuenheimer vor allem auf die Defensive beschränkten und nur selten in der gegnerischen Hälfte auftauchten. Beim TSV mangelte es jedoch im Angriff an der notwendigen Entschlußfreude. Bereits nach fünf Minuten hatte Proksch seine Mannschaft in Führung ggebracht. Ein Freistoß von Buhl prallte vom Pfosten zurück und der TSV-Kapitän war zur Stelle. Auch beim 2:0 war Buhl mit der Wegbereiter nach einem schönen Solo wurde er zu Fall gebracht und Proksch verwandelte den fälligen Elfmeter. Bei einem der seltenen Angriffe der Neuenheimer paßte die TSV-Abwehr nicht auf und die Gäste konnten auf 2:1 verkürzen. Im zweiten Abschnitt verlagerte sich das Geschehen noch mehr in die Hälfte der Gäste. Aber außer vielen Chancen brachte der TSV lange nichts zustande. Bis dann in der 79.Minute Hans Scheitel im Anschluß an einen Eckball alles klar machte. Kurz vor Schluß wurde ein Treffer von Zafiriadis wegen Abseits nicht gegeben.

7.März 1999, SV Neidenstein – ASC Neuenheim 1:1 (1:1)
1:0 2.Min Gert Ehrmann,1:1 41.Min Konstantin Zafiriadis

Auf tiefem Boden entwickelte sich ein sehr schwaches Spiel. Gert Ehrmann brachte aus kurzer Entfernung Neidenstein bereits nach zwei Minuten mit 1:0 in Führung. Ab der 20.Minute mußte Neidenstein auf Schäfer verzichten, der verletzungsbedingt aussschied, was sich beim Neidensteiner Spiel stark bemerkbar machte. Neuenheim konnte in der 41.Minute per Freistoß durch Zafiriadis ausgleichen. Ab der 79.Minute mußte Neidenstein mit zehn Spielern weiterspielen, da ein Abwehrspieler die rote Karte sah.

28.März 1999, ASC Neuenheim – FC Berwangen 1:0 (0:0)

ASC Neuenheim feiert den zweiten Saisonsieg, Beim 1:0 gegen FC Berwangen kam Freude auf
Mit einer den Gegner zermürbenden Guerillataktik – ständiges Attackieren, überfallartige Angriffe, Kampf bis zum letzten Regentropfen – verdiente sich das Team von Trainer Holger Zimmer den zweiten Saisonsieg redlich und blieb damit zum dritten Mal hintereinander ungeschlagen. Schon nach zwei Minuten hatte Konstantin Zafiriadis die ASC-Führung auf Hellas Fuß, vergab aber überhastet. Dann leitete der zweikampfstarke Volker Hartmann mit einer Maßflanke einen Neuenheimer Luftangriff ein, den Frank Albert mit einem gefährlichen Kopfball abschloß (12.) Im Gegenzug klärte der gewohnt untadelige ASC-Kapitän Markus Zeh in letzter Sekunde auf der Torlinie. Teil zwei der vom Tief Emmanuelle nur meteorologisch getrübten Nachmittagsvorstellung begann mit verstärkten Offensivbemühungen des Gäste. Doch Neuenheim konterte brandgefährlich. Albert nahm in der 55. Minute einen tödlichen Paß von Michael Gosseling auf und bombte die glitschige Kugel unhaltbar in die FC-Maschen. Albert hätte seine Topleistung mit weiteren Treffern nach schöner Vorarbeit von Ralf Brandtner (61.) und Mario Gonzalez-Perez ((77.) veredeln können, scheiterte aber am aufmerksamen FC-Keeper Maik Brian. In der Schlußphase machte der ASC den Oskar und zog sich zu sehr zurück. Doch dank des souveränen Torhüters Oliver Buchmüller und seiner aufopferungsvoll fightenden Vorderleute blieb es bei diesem wichtigen Aufbau-Sieg.

FC Walldorf – ASC Neuenheim 1:1 (0:0)

Einen verdienten Punkt holte der Tabellenletzte in Walldorf. In einer ereignisarmen ersten Halbzeit hatten beide Mannschaften sehr gute Chancen. Nach der Pause wurde das Spiel munterer, wobei der ASC zunächst die bessere Mannschaft war. Nachdem Zafiriadis und Koch in aussichtsreicher Position vergeben hatten erzielte Albert die verdiente Gästeführung. Der FCA erwachte jetzt aus dem zwischenzeitlichen Tiefschlaf und entwickelte mehr Offensivdrang und kam ebenfalls zu Tormöglichkeiten. In der Nachspielzeit erzielte Albayrak nach Flanke des reaktivierten Marco Schmidt den Ausgleich.

9.Mai 1999 >> ASC Neuenheim – FC Zuzenhausen 1:2 (1:1)

“Goldne Träume kommt ihr wieder? Weg, du Traum! So Gold du bist, auch in der Bezirksliga der Fußball ist.” An dieses abgewandelte Goethe-Trostwort muß der ASC sich allmählich gewöhnen. Dabei enttäuschte Neuenheim gegen eine homogene Zuzenhausener Mannschaft keineswegs. Klug geführt von seinem oberligaerfahrenen Spielertrainer Rainer Wild, inszenierte der FCZ vor allem über seine linke Seite einige sehr gefällige Angriffe. Und hätte der später verletzt ausscheidende ASC-Torwart Oliver Buchmüller in der 16. und 20. Minute nicht bravourös pariert, wären die abgeklärten Gäste in Führung gegangen. So aber konnte Abwehrmanager Thomas “die Bank” Vobis, einer der besten Neuenheimer, den Tabellenletzten mit einem präzisen Kopfballaufsetzer nach einer Ecke von Konstantin Zafiriadis in die Pole Position bringen (22.). Doch sechs Minuten vor dem Pausenpfiff des ausgezeichneten Schiedsrichters gelang FC-Mittelfeldrenner Simon Ohlhauser der verdiente Ausgleich. Nach dem Wechsel und dem verletzungsbedingten Ausfall des Sturmduos Frank Albert und Ralf Brandner sprangen beim ASC die Defensivkräfte in die Bresche. Nach einem Superpaß von Volker Hartmann umdribbelte Thomas Vobis zwar den FC-Keeper, hatte aber seine Zielautomatik falsch eingestellt und verfehlte den leeren Kasten (73.). Der Wild-Expreß blieb mit durchdacht vorgetragenen Kontern immer gefährlich und Jörg Wanke überwand ASC-Ersatzkeeper Eike Rietzel clever zum 1:2-Endstand.

13.Mai 1999 > ASC Neuenheim – Amicitia Viernheim 0:6 (0:5)

Der Letzte macht das Licht aus. Nach diesem fußballerischen Offenbarungseid sieht es für den ASC in der Landesliga zappeduster aus. Ein gefährlicher Kopfball des eifrigen Alleinunterhalters Konstantin Zafiriadis nach Traumflanke von Mario Gonzalez-Perez unmittelbar nach dem Anpfiff war die erste und letzte Neuenheimer Torchance im ersten Durchgang. Danach trumpften nach dem Motto “Erbarme, die Hesse komme!” nur noch die Knappen von der Amicitia auf. Da die Neuenheimer Spieler wie Schein-Selbständige – ohne Risiko- und Verantwortungsbereitschaft – agierten und sich mit müdem Alibi-Fußball begnügten, gab es Tore wie Spargel beim Stechen. Wilfried Gebhardt eröffnete die Viernheimer Himmelfahrt in der 3. Minute. Zehn Minuten später erhöhte Benjamin De Angelis auf 0:2. Danach war Valentins- statt Vatertag angesagt: Valentin Seibel komplettierte das Neuenheimer Fiasko mit seinem Hattrick zum 0:5 (20., 25.,34.). Nach dem fünften Einschlag in sein Netzwerk mußte der bedauernswerte, weitgehend schuldlose ASC-Keeper Eike Rietzel ebenso verletzt wie entnervt ausscheiden. Sein Nachfolger Dr. Peter Möller hatte das Glück, daß die Grünen aus Viernheim nun eine Feuerpause bis weit in die zweite Spielhälfte hinein einlegten. Eine Viertelstunde vor dem erlösenden Abpfiff war es wiederum De Angelis, der das halbe Dutzend für die abstiegsbedrohten Gäste vollmachte.

16.Mai 1999 > ASC Neuenheim – SG Kirchardt 0:4 (0:2)

Unter der souveränen Leitung von Schiedsrichter Merkelbach aus Karlsruhe mit seinen Routiniers Ralf und Rudi Leßle gab der ambinionierte Tabellenzweite gleich den Ton an. Die sympatische Mannschaft aus Kirchardt erarbeitete sich mit durchdachter Spielweise und vor allem über die rechte Seite mit klug und rasant vorgetragenen Angriffspiel ein Übergewicht, das schließlich mit dem 0:1 (20.Min Schäfer) und dem 0:2 (37.Min Schmid) belohnt wurde. Dazwischen lagen durchaus gute Einschußmöglichkeiten des ASC durch Zeh (12.Min) und Zafiriadis (26.Min).

22.Mai 1999 > FC Rot – ASC Neuenheim 3:0 (1:0)

In der 17.Minute sorgte Dambrowski für den ersten Höhepunkt in dieser Partie, mit einem herrlichen Schuß aus 16 Meter brachte er seine Farben in Führung. Kurz vor der Pause drehten die Einheimischen nochmals auf, der starke Hampel (42.) und Bräuninger (44.) verpaßten einen weiteren Treffer nur knapp. Trainer Schmitt hatte seine in der ersten Hälfte bisweilen unkonzentriert wirkenden Spieler in der Kabine neu motiviert, die Gastgeber wirkten nach der Pause stärker und hätten nach einer Stunde Spielzeit die Vorentscheidung herbeiführen können. Die besten Torchancen blieben jedoch ungenutzt, und die Gäste witterten plotzlich Morgenluft. Vobis (75.) und Zafiriadis (76.Min) scheiterten zweimal in aussichtsreicher Position am gut reagierenden FC-Keeper Schmitt. In den Schlußminuten münzte der FC seine Überlegenheit in Tore um und gewann letztlich noch deutlich, In der 84.Min schoß der eingewechselte Röder das 2:0, und in der 88.Min. traf Dambrowski nach Vorarbeit von Hampel zum 3:0 ins Netz.

saison 2000/01

So. 23.07.2000, 18.00 Uhr > ASC Neuenheim – SpVgg Neckarsteinach 3:0 (2:0)

1:0 Konstantin Zafiriadis, nach Zuspiel von Hector Cuevas
2:0 Konstantin Zafiriadis, nach Flanke von Christoph Verhalen
3:0 Mario Gonzalez-Perez, Doppelpass mit Sefedin Bislimovic

Samstag 9.September 2000, 17.00 Uhr > VfB Eberbach – ASC Neuenheim 4:5 (0:5)

0:1 21.Min Andreas Röchner, nach Querpass Hector Cuevas
0:2 25.Min Holger Wittmann, nach Querpass Hector Cuevas
0:3 33.Min Hector Cuevas, Steilpass von Konstantin Zafiriadis
0:4 39.Min Andreas Röchner, Steilpass von Andreas Bardelli
0:5 43.Min Sebastian Metz, 20m Schuß aufgelegt von Holger Wittmann
1:5 50.Min Murat Yorulmaz
2:5 65.Min Mario Wäsch
3:5 70.Min Mario Wäsch
4:5 85.Min Steffen Münch

Mittwoch 20.September 2000, 19.00 Uhr > ASC Neuenheim – VfB Wiesloch 1:3 (1:1)

Nach dem Eberbacher Adrenalinschocker (Fünf Tore in der ersten Hälfte geschossen, vier im zweiten Durchgang eingefangen) verpasste der ASC bei dieser Nachholpartie die Chance, in die Bezirksliga-Medaillenränge zu stürmen und seinem Vorsitzenden Dr. Werner Rupp den Geburtstag zu vergolden. Während Neuenheim zunächst das im Fußball nicht unbedingt probate olympische Motto “höher, weiter, schneller” praktizierte, trat der Gast gut organisiert, ballsicher und zweikampfstark auf. In der 5. Minute hatte der VfB allerdings Glück, dass der schwache Schiedsrichter ein klares Handspiel im Strafraum nicht mit einem Elfmeter ahndete. Angetrieben von seinem jungen Dirigenten Stanomir Radunovic, der im Mittelfeld den Taktstock schwang wie einst Herbert von Karajan, setzte der VfB sich mit seiner cleveren und beherzten Spielweise immer mehr durch. So war es keine Überraschung, dass die Baust-Elf in der 29. Minute durch einen Abstauber von Marc Quenzer in Führung ging. Erst kurz vor der Halbzeitpause zeigte Neuenheim sein wahres, sein attraktives Gesicht. In der 43. Minute wuchtete Konstantin Zafiriadis eine weite Beckham-Flanke von Außenbahnturbo Christoph Verhalen per Kopf in die VfB-Maschen. Eine weitere Zeigerumdrehung später wehrte Gästekeeper Volker Rehn einen 20-Meter-Hammer von Marc Saggau gerade noch mit Amboss-Fäusten ab. Nach der Pause konnte der ASC nicht an diese verheißungsvolle Sturm- und Drangperiode anknüpfen. Der VfB wurde immer sicherer und Otto Hulster besorgte nach tödlich-schönem Pass des alle überragenden Radunovic das 1:2 (60.), ehe Simon Herb die erste Neuenheimer Saisonniederlage endgültig besiegelte (84.). Übrigens: Ein Schiedsrichter, der die Akteure im Spiel unter anderem als “Memmen” beschimpft, sollte seine Pfeife am besten abgeben.

Sonntag 14.Oktober 2000, 15.00 Uhr > VfB St.Leon – ASC Neuenheim 1:1 (1:0)

Wenn man kein Glück hat, kommt auch noch Pech dazu. In einer über 90 Minuten überlegen geführten Partie musste sich der VfB durch einen Sonntagsschuß in der Nachspielzeit mit einem Punkt begnügen. Gegen die angeschlagenen Gäste setzte die Heimelf von Beginn an Akzente und kam nach einer Reihe von Chancen in der 40.Minute zum 1:0 durch Gaber. Auch in der zweiten Halbzeit machte der VfB das Spiel, doch scheiterte man ein ums andere Mal am Keeper, dem Aluminium oder den eigenen Nerven. So nahmen die Dinge ihren Lauf und Zafiriadis traf in der Schlußminute zum Ausgleich.

Sonntag 19.November 2000, 14.30 Uhr > TSG Rohrbach – ASC Neuenheim 1:3 (0:2)

Dass es beim ASC Neuenheim keine Ebbe vor dem Tor gab, dafür sorgte der Sand im gut geölten Getriebe der Neuenheimer: Mit seinem flotten Dreier schoss der reaktivierte Longseller-Torjäger Michael Nägle (nicht Nägele, wie die RNZ hartnäckig irrt), die Rohrbacher quasi im Alleingang zwei Plätze hinter sich in der Tabelle. Doch der schönen Reihe nach. Mit einem geschickten taktischen Schachzug hatte Trainer Holger Zimmer sein Team auf dieses wegweisende Quo vadis? (Daumen rauf, Daumen runter?)-Spiel gegen den Tabellennachbarn eingestellt. Marc Saggau, eigentlich schon zum veritablen Stürmer umgeschult, interpretierte (wie einst in seiner frühen Jugend) einen Libero souveräner Prägung – nicht immer ästhetisch, aber stets effektiv und mit einem guten Auge für die jeweiligen Erfordernisse gesegnet. Und vorne bildete die griechische Powerpoint-Version Konstantin Zafiriadis mit Altmeister Michael “FCB” Nägle ein ungleiches und gerade deswegen schwer auszurechnendes Angriffsduo. Doch der ASC hat ja einen Mann namens – Ihr wisst schon: In der 85. Minute konnte TSG-Keeper Lukan einen strammen Zafiriadis-Schuss nur abprallen lassen. Nägle ließ sich nicht zweimal bitten und staubte zum hochverdienten 1:3-Endstand ab. Voilà: Der Spitzenreiter SpVgg Baiertal kann kommen. Der ASC ist (hoffentlich) wieder da!

So. 11.02.2001 14.30 Uhr > FV Brühl II – ASC Neuenheim 1:1 (0:0)

In der zweiten Halbzeit konnte Konstantin Zafiriadis einen der wenigen gelungenen Angriffe zum 0:1 nutzen, als er einen schönen Steilpass von Christoph Verhalen am Torwart vorbeischob. Den Ausgleichstreffer besorgte ebenfalls ein ASC-Spieler. Lilo Parisi lenkte eine scharfe Flanke ins eigene Tor. Den Schlußpunkt setzte wiederum der Schiedsrichter als er einen FV-Spieler bei der Ausführung eines Eckballes, zu einer gelb-roten Karte provozierte.

Mi. 14.02.2001 19.00 Uhr > ASC Neuenheim – SV Rohrbach/Sinsheim 2:0 (1:0)

1:0 40.Min Konstantin Zafiriadis
2:0 75.Min Bernd Marek, Zuspiel von Sebastian Metz

Sonntag 4.März 2001, 15 Uhr > ASC Neuenheim – VfB Eberbach 2:0 (0:0)

Nach den herzerfrischenden Jugend-Vorspielen, bei denen besonders die ASC-US-Girls mit einem Kantersieg glänzten, ließen sich auch die Neuenheimer Senioren nicht lumpen und eröffneten die Restsaison nach der Winterpause mit einem verdienten Sieg über den Tabellenfünften von Spielertrainer Rainer Wild. Nach der anfangstypischen Schnupperphase übernahm der ASC an der Neuenheimer Anfield Road die Initiative und Holger Wittmann setzte mit seinem Warnschuss aus 16 Metern über die Querlatte ein deutliches Zeichen (13.). Kurz darauf verhinderte Markus Gamer, der erstmals und gleich ohne Gegentor den Kasten der Bezirksliga-Mannschaft hütete, reaktionsschnell die Eberbacher Führung. Weitere Distanzschüsse von Sebastian Metz und Frank Rieger Richtung VfB-Adresse verfehlten ihr Ziel nur knapp. In der 42. Minute vergab Benjamin Baudendistel die dickste aller ASC-Chancen vor dem Wechsel.
Nach dem Boxenstopp in der Pause trat der ASC auf das Gaspedal. Schien der VfB-Strafraum bis dahin wegen Maul- und Klauenseuche gesperrt, krönte Konstantin Zafiriadis seinen vehementen Einsatz – er war ständig unterwegs und ein permanenter Unruheherd – endlich mit dem aufgrund der größeren Möglichkeiten und Spielanteile fälligen Führungstreffer. Er versenkte den Ball nach einem tollen Karnickelpass, den Frank Rieger aus seinem Hut zauberte, präzise im linken unteren Eck (58.)
Eberbach, immerhin mit der Visitenkarte der drittstärksten Auswärtsmannschaft aus dem Neckartal angereist, kombinierte zwar gefällig im Mittelfeld, vermochte aber das Neuenheimer Abwehr-Immunsystem mit den bärenstarken Antikörpern Walter Gehrig, Thomas Vobis, Martino “Catenaccio” Garbotti (der ein eindrucksvolles Punkspiel-Debüt im ASC-Dress gab), Andreas Bardelli und Torwart Markus Gamer nicht in ernsthafte Verlegenheit zu bringen. In der 82. Minute vergab Mittelfeldstratege Wittmann die Jagdlizenz, das VfB-Wild endgültig zu erlegen, als er nach Magic Pass von Bernd Marek allein vor dem Eberbacher Keeper auftauchte. Zwei Minuten später erlöste Stürmer Frank Rieger den ASC-Anhang, als er einen Handelfmeter souverän zum leistungsgerechten 2:0-Endstand (die Betonung liegt auf “Null”) verwandelte.

Sonntag 1.April 2001, 15 Uhr > ASC Neuenheim – SpVgg Neckargemünd 2:1 (1:0)

Erst ab der 65. Minute kochte das Blut in den Adern dieser bis dahin eher anämischen Partie. ASC-Spanier Mario Gonzalez-Perez sah wegen angeblichen Nachtretens die rote Karte. Neckargemünd witterte Frühlingsluft und schaltete auf Angriff. Die sich daraus ergebenden Konterchancen durch Andreas Bardelli (73.), Christoph Verhalen (75.) und Konstantin Zafiriadis (81.) konnte der ASC leider nicht nutzen. Und so konnte der SpVgg-Lange Janosch Prilop mit seinem Ausgleich zum 1:1 in der 82. Minute zeigen, wie schön Panama am Neckar sein kann.

Samstag 7.April 2001, 16 Uhr > DJK/FC Ziegelhausen – ASC Neuenheim 3:2 (1:1) spiel der spiele!!!

Nach einem Topspiel voller Rasse, Klasse und Dramatik konnten die ASC-Cracks den “Köpfel” hoch erhobenen Hauptes verlassen. Hatten sie doch den Tabellenführer mit ihrem ebenso beherzten wie angriffslustigen Auftreten an den Rand einer Niederlage gebracht. Die “Anatomen” setzten in der fünften Minute erstmals das Seziermesser an. Konstantin Zafiriadis verwandelte einen Freistoß mit seiner griechischen Charakterstirn. Anschließend musste ASC-Keeper Markus Gamer, der einmal mehr mit seiner Reaktionsstärke und Entschlossenheit ein Rückhalt für sein Team war, musste mehrfach die Gesetze der Schwerkraft überwinden, um den Ausgleich der gelbblauen Köpfel-Brasilianer zu verhindern. Doch in der 28. Minute war auch dieser Teufelskerl machtlos. Sven Lorenz schloss einen Angriff der Fusionisten kompromisslos ab. Bereits in dieser Phase hatte sich ein mitreißender und temporeicher Schlagabtausch entwickelt. Nach einem Steilpass -; so schön wie die Akropolis – von Zafiriadis hatte dessen Sturmpartner Frank Rieger das 2:1 auf dem Fuß, scheiterte aber am herausgeeilten Ziegelhausener Torwart (40.).

Fünf Minuten nach dem Wiederanpfiff des zum Neuenheimer Unglücksboten avancierenden Schiedsrichters schickte wiederum Zafiriadis Mittelfeldspieler Andreas Bardelli auf die Zirtaki-Reise, dessen abgefälschter Schuss von der rechten Strafraumseite im Gastgeber-Kasten landete. Zwei Minuten später war erneut “Forza” Bardelli, der eine Riesenleistung hinlegte und mit seiner angeborenen italienischen Spielintelligenz den ASC-Aktionsradius maßgeblich mitgestaltete, der Initiator einer turbulenten Szene. Sein Schuss landete auf Umwegen eindeutig hinter der Torlinie. Der Schiedsrichter ließ die Partie jedoch weiterlaufen. Wiederum zwei Uhrzeiger-Umdrehungen später gelang dem Ziegelhausener Goalgetter Peter Gerstle mit einem deftigen Flachschuss an den Innenpfosten der glückliche Gleichstand für den Klassenprimus. Kurz darauf musste Torwart Markus “Olli”; Gamer den eleganten Heber seines Kumpels Gerhard Krauß, Kapitän der an das Meisterschaftstor klopfenden “Bunt-Spechte” entschärfen.

Es folgten die nächsten kapitalen Fehlentscheidungen des “Unparteiischen”. Zafiriadis sah für ein maximal gelbwürdiges Foul die rote Karte (62.). Sechs Minuten später resultierte aus einem Einwurf, der eigentlich dem ASC zugestanden hätte, ein Zweikampf im ASC-Gazastreifen, der zur Überraschung der zahlreichen Zuschauer in einen Elfmeterpfiff mündete. Routinier Gerstle nutzte dieses vorösterliche Geschenk humorlos zum 3:2-Endstand. Zwar hatte Andreas “Albertini” Bardelli noch das 3:3 auf dem Kopf, aber letztlich blieb es bei dem für den Tabellenführer äußerst glücklichen knappen Erfolg. Das Team von Trainer Holger Zimmer braucht sich dieser ersten Niederlage nach der Winterpause jedenfalls nicht zu schämen.

Sonntag 13.Mai 2001, 15 Uhr > ASC Neuenheim – VfB Rauenberg 4:1 (2:0)

Los ging es in der 6. Minute als Sebastian Metz eine Flanke von Holger Wittmann zur Führung einköpfte. In der 27. Minute bediente Konstantin Zafiriadis Christoph Verhalen, der mit einem trockenen Schuss ins kurze Eck das 2:0 besorgte. Trotz weiterer Großchancen blieb es bis zur Pause nur beim 2:0. Auch nach dem Wechsel ging der Einbahnstraßenfußball in Richtung VfB Gehäuse weiter. Nachdem sich der VfB noch durch eine rote Karte (Notbremse Rüdiger Held, 51.) selbst dezimierten, gelang Holger Wittmann in der 55. Minute mit einem überlegtem Flachschuss das 3:0. Ein kurzes Aufbäumen des VfB war nach dem Anschlusstreffer in der 70. Minute zu erkennen (Martin Paulus mit sattem Schuss in den Winkel), doch konnten die VfB Spieler aus den wenigen Möglichkeiten kein Kapital schlagen. Gegen Ende der Partie legte der ASC nochmals zu und aus der Vielzahl von exzellenten Möglichkeiten erzielte ASC “Dauerläufer” Mario Gonzalez-Perez nach toller Vorarbeit von Thomas Vobis den 4:1 Endstand.

Sonntag 20.Mai 2001, 15 Uhr > ASC Neuenheim – TSG Rohrbach 3:1 (2:1)

Mit diesem locker herausgespielten Sieg gegen den Tabellenletzten bleibt der ASC auch im zwölften von dreizehn Spielen seit der Winterpause ungeschlagen und schickt Rohrbach endgültig ins Tal der Tränen. Die TSG ergriff zwar in der Anfangsphase die Initiative, wurde aber durch einen Doppelschlag geschockt. In der 20.Minute zog der überall zu findende Mario Gonzalez-Perez aus spitzem Winkel ab. Den von TSG-Keeper Klaus Lukan abgewehrten Schuss hämmerte Benjamin Baudendistel in die Maschen. Fünf Minuten später war der agile Konstantin Zafiriadis im Nachschuss nach seinem eigenen Kopfball erfolgreich. Der durch ein Foul an der Strafraumgrenze gebremste Andreas Bardelli nach Klassepass von Sebastian Metz (31.), der statt des verletzten Abwehrchefs Walter Gehrig die Kapitänsbinde trug, und Außenbahn-Dampfmacher Christoph Verhalen (40.) hatten weitere sonnige Möglichkeiten. Kurz vor dem Pausenpfiff keimte neue Hoffnung bei der TSG auf. Ausgerechnet dem Ex-Neuenheimer Yalcin Biber gelang der Anschlusstreffer.

Sonntag, 27.Mai 2001, 15.00 Uhr > SpVgg Baiertal – ASC Neuenheim 2:1 (2:1)

Die Spielvereinigung machte vom Anpfiff weg mit Kraft und Angriffslust deutlich, dass es um die Relegationswurst ging. Doch der ASC hielt entschlossen dagegen und war absolut gleichwertig. Daran änderte auch der Baiertaler Führungstreffer nichts. Nach einem Abwehrfehler aus der Rubrik Sonnenstich kam der schlaksige SpVgg-Goalgetter Christian Filsinger unverhofft an den Ball und vollstreckte gekonnt ins rechte Eck (25.). Die richtige Antwort kam fünf Minuten später und war unmissverständlich. Nach einer wunderbaren Kombination à la Neuenheimer Kreisel legte Konstantin Sirtaki Zafiriadis im Strafraum für Andreas Bardelli (vom Stadionsprecher einfach in Paletti umgetauft) auf. Der ebenso coole wie clevere Junge fasste sich ein Herz und zog direkt ab. Sein technisch meisterhafter Schuss landete mit der Wucht und Präzison eines Torpedos exakt im rechten Baiertaler Hergottswinkel.